über mich

Wissen sie warum ich mich kommunalpolitisch engagiere und gerne Verantwortung übernehme? Weil ich mir irgendwann die Frage gestellt hatte: „Warum soll ich andere Menschen über meine Familie und mich entscheiden lassen, wenn ich es selber vielleicht besser kann?“ Und bisher scheine ich eine gute Arbeit zu machen. Denn von den meisten Menschen in meiner Umgebung bekomme ich positive Rückmeldungen.

Schön, dass sie Interesse haben, mehr über mich zu erfahren.

Ich bin 35 Jahre alt und wohne mit meiner Familie im Stegeweg (Ortszentrum). Auch wenn ich ursprünglich in Kaulsdorf und Köpenick aufgewachsen bin, habe ich mit Schöneiche seit meiner Kindheit eine enge Verbindung. Beruflich habe ich Politikwissenschaften, Psychologie und Pädagogik studiert und arbeite seit 2013 bei der Berliner Verwaltung. Hier kümmere ich mich um das Thema Personalgewinnung. Ich liebe also die Arbeit mit Menschen. Da ich ein politischer Mensch bin, Dinge hinterfrage und gerne Verantwortung übernehme, war es wohl kein Wunder, dass ich irgendwann kommunalpolitisch aktiv wurde. Seit 2014 bin ich gewählter Gemeindevertreter in Schöneiche und setze mich für eine soziale, ökologische aber auch pragmatische Ortspolitik ein. Als Kommunalpolitiker bekomme ich übrigens nur eine kleine Aufwandsentschädigung von 60 EUR im Monat. Das deckt kaum die Ausgaben. Kommunalpolitik mache ich also nicht des Geldes wegen, sondern aus Idealismus. Wenn ich von einer Sache überzeugt bin, dann trete ich dafür leidenschaftlich ein, ohne jedoch den Respekt und die Wertschätzung gegenüber anderen Meinungen zu verlieren. Fairnes und ein menschlich korrekter Umgang sind mir oberstes Gebot.

Mein Lebenslauf

… am Anfang stand die Mauer!

Geboren und aufgewachsen bin ich in Berlin-Kaulsdorf (Ost-Berlin). Meine alleinerziehende Mutter kann ich an dieser Stelle nur allergrößten Respekt zollen, da sie ohne viel Geld und mit der Doppelbelasung ihres Studiums uns beide durchbrachte und mir eine schöne Kindheit bescheehrte. 1989 wurde ich als letzter DDR-Schuljahrgang an der „Franz-Carl-Achard-Grundschule“ eingeschult. Auch wenn ich damals erst sechs Jahre alt war, bekam ich noch viele Eindrücke der untergehenden DDR mit. Dies lag nicht zuletzt an meinem Patenonkel, der auf kindgerechte Weise gesellschaftliche Zusammenhänge erklären konnte. Nie werde ich beispielsweise vergessen, wie er mir bereits als fünfjähriger die trennenden Bedeutung der Mauer anhand der unheimlichen grauen Stahwand auf dem S-Bahnhof Friedrichstraße (damals Grenzbahnhof) erklärte. Ihm habe ich mein Interesse an politischen, historischen und technischen Themen zu verdanken.

… Meine Schulzeit in Köpenick

1995 wechselte ich auf die Salvador-Allende-Gesamtschule in Berlin-Köpenick. Dank engagierter Lehrerkräfte verbesserten sich meine bis dahin eher mauen Schulnoten und das Abitur kam in Reichweite. Zudem entdeckte ich in der Zeit mein Organisationsgeschick und engagierte mich ehrenamtlich für andere Mitschülerinnen und Mitschülern. In der Zeit entdeckte ich auch die Lust am Sport und fing mit Kajak an.

1999 ging es ans Abitur. Hierzu wechselte ich auf die Merian-Gesamtschule. Wichtigste Erkenntnisse dieser Zeit: Höhere Mathematik und ich werden nie Freunde – genauso wenig wie Ballsportarten. Dafür gehörten aber Politikwissenschaften, Biologie und Physik (solange nichts berechnet werden musste) zu meinen Stärken.

Während des Abiturs, steigerte ich mein ehrenamtliches Engagement. Als Schülerprecher organisierte ich u.a. 2002 die Schülerproteste für den Erhalt der Merian-Oberschule. Da mir Wanderkanu als Sport nicht mehr ausreichte, entdeckte ich die Lust an Radfahren und Laufen. 2003 absolvierte ich – ziehmlich stolz aber mit vielen Muskelkrämpfen – den Berlin-Marathon (42,195 km). Diese Erlebnisse waren wertvoll, da sie zeigten, dass man mit Zielstrebigkeit, Organisationsgeschick und Optimismus viel erreichen kann.

… Mit Nebenjobs durch die Schulzeit

Da das Geld immer knapp war, arbeitet ich seit meinem 16. Lebensjahr neben der Schule in vielen Jobs. Unter anderem als Zeitungsausträger, als Wahlhelfer und bei einem bekannten Burgerbrater. Der Wert von Geld ist mir daher gut bekannt. Ich weiß auch wie es ist, mit wenig auszukommen und habe großen Respekt vor Menschen, die hart dafür arbeiten müssen.

…wie wird man politisch?

In meiner Abi-Zeit wurde ich auch stark politisiert. Es war die Zeit der ersten Rot-Grünen-Bundesregierung. Nach der eher drögen Kohl-Zeit bewegte sich endlich etwas. 2002 trat ich in die SPD ein, da ich die Sozialstaatsreformen und das Ende der Verschuldungspolitik vom Grundansatz her als richtig empfand. Schließlich musste der Sozialstaat zukunftsfest gemacht werden. Und das ging nur, in dem man die grassierende Staatsverschuldung in den Griff bekam. Rot-Grün hatte aus meiner Sicht hier die wirksamsten Ansätze. Im Rückblick wurden aber viele handwerkliche Fehler begangen, die zu großen sozialen Verwerfungen führten – auch heute noch. Hierzu gehören beispielsweise das niedrige Rentenniveau von Geringverdienern, die ungleichen Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern aus finanzschwachen Haushalten und der Umgang mit Arbeitslosen.

…fast zur See

2003 erlangte ich mein Abitur. Da im gleichen Jahr mein Grundwehrdienst anstand, spielte ich zunächst mit dem Gedanken, eine Offizierslaufbahn bei der Marine einzuschlagen und bei der Bundeswehr zu studieren. Ich nahm jedoch wieder davon abstand, so das ich nach 19 Monaten Wehrdienst in Plön und in Hamburg mein Studium an der Universität Magdeburg starten konnte. Der Bundeswehr bin ich aber bis heute als Reservist in der Medien- und informationsarbeit in Strausberg verbunden.

Mein Studium im Magdeburg

Zugegeben: Während meines Abiturs wurde ich durch die Freitzeitmöglichkeiten in Berlin ziemlich abgelenkt. Entsprechend waren auch die Leistungen. Daher war mir klar, dass ich mein Studium mit möglichst wenig Ablenkung absolvieren musste. Ich entschied mich daher klischeehaft für Magdeburg. Was sollte auch eine Stadt mit gerade einmal 230.000 Einwohnerinnen und Einwohner (d.h. noch nicht mal 10% von Berlin), mitten in der Ödnis von Sachsen-Anhalt bieten? Ehrlich gesagt eine ganz Menge und mehr als ich mit einem ziemlich hochnäsigen Berliner-Blick zunächst vermutete! Meine Studienzeit in Magdeburg gehörte zu den schönsten Lebensabschnitten bisher. Seit dem liebe ich Sachsen-Anhalt und kann nur davon abraten, Sachsen-Anhalt und vor allem Magdeburg zu unterschätzen.

Von 2005 bis 2012 absolvierte ich an der Universität Magdeburg mein Magisterstudium (Hauptfach Politikwissenschaften / Nebenfächer Psychologie und Pädagogik). Hierbei nahm ich auch an vielen Zusatzangeboten teil (u.a. eine Studienreise nach Asserbaidjan und Georgien). Zudem engagierte ich mich im Fahrschaftsrat und war sechs Jahre lang Mitglied im Verwaltungsrat des Studierendenwerks Magdeburg. Hier setzte ich mich für die Verbesserung der Mensa-Versorgung und den sozialen und kulturellen Angeboten für Studierenden ein.

Da mein Bafög nicht ausreichte, arbeitete ich neben dem Studium u.a. als studentische Hilfskraft an der Hochschule Magdeburg-Stendal, bei einem SPD-Bundestagsabgeordneten und auch sehr schweißtreibend als Kaffeepacker bei der Kaffeerösterei „Röst-Fein“. Zudem engagierte ich mich gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt. So leitete ich von 2006 bis 2012 den Landesarbeitskreis gegen Rechtsextremismus der Jusos und kam dabei zwischen Salzwedel und dem Burgenland viel herum.

2012 beendete ich mein Studium mit der Note von 1,6. In meiner Abschlussarbeit analysierte ich am Beispiel der Stadt Magdeburg die Organisation der kommunalen Daseinsvorsorge im Spannungsverhältnis zur Finanzausstattung. Das Thema klingt auf dem ersten Blick recht trocken, ist aber bei näherer Betrachtung ein Krimi!

Und das aus gutem Grund: Gemeinden sollen als untere staatliche Ebene das Leben und die öffentliche Daseinsvorsorge absichern. Leider erhalten sie aber für die Aufgaben regelmäßig zu wenig Geld von Land und Bund. Dies führte in der Folge zur Verschuldung vieler Kommunen und dem Zurückfahren von Leistungen. Unter anderem im Straßen- und Wegebau, den Sozial-, Jugend-, Kinder und Freizeitangeboten, die Sport- und Kulturförderung, den ÖPNV oder den Ausbau bzw. die Sanierung von Kitas und Schulen. So kann das eben nicht nicht funktionieren. Dies wollte ich anhand meiner Arbeit verdeutlichen.

Wurzeln schlagen in Schöneiche

Mit Schöneiche verbindet mich seit frühster Kindheit eine Menge. So verbrachte ich viel Zeit auf dem Sommergrundstück meines verstorbenen Patenonkels. In Erinnerung geblieben sind mir dabei nicht nur die ruckligen Fahrten mit der alten Tram durch den Berliner Forst und das laute Quietschen bei den Kurvenfahrten in der Dorfstraße, sondern auch der Einkauf im alten HO-Konsum an der Dorfaue oder das Abholen von Baumaterial bei Krappmanns mit dem Bollerwagen.

Als ab 1996 zunächst mein Onkel und 2006 meine Mutter nach Schöneiche zogen, wurde meine Bindung noch stärker. Das nachbarschaftliche Miteinander, das grüne und entspannte Umfeld aber gleichzeitig auch die gute Anbindung nach Berlin, ließ mir die Entscheidung leicht fallen ebenfalls hierher zu ziehen und Wurzeln zu schlagen. Seit 2012 bin ich offiziell Schöneicher und habe es bisher keinen Tag bereut. Auch dann nicht, wenn man mal die letzte Straßenbahn in Friedrichshagen verpasst und durch den Wald nach Hause laufen muss oder regelmäßig im Stegeweg von Wildschweinen verfolgt wird.

Wahl in die Gemeindevertretung und Trennung von der SPD

Als SPD-Mitglied lag es nahe, sich schell im SPD-Ortsverein in Schöneiche zu engagieren. So entwarf ich 2014 das SPD-Kommunalwahlprogramm, baute die neue SPD-Internetseite auf und führte einen intensiven und bürgernahen Straßenwahlkampf. Hierbei lernte ich den Ort und seine Menschen noch näher kennen. Ich freute mich daher um so mehr, als ich 2014 auf Anhieb als Gemeindevertreter gewählt wurde und den SPD-Fraktionsvorsitz übernehmen durfte.

2016 endete eine lange Beziehung zur SPD. Dem Austritt ging ein längerer Entfremdungsprozess voran. Auch wenn ich im Herzen ein sozialdemokratischer Mensch bin, fühlte ich mich am Ende durch die Partei nicht mehr gut vertreten und heimisch. Weder überzeugten mich die handelnden Spitzenpolitiker (u.a. Andrea Nahles), noch das politisch inkonsequente Verhalten (u.a. in der Energie-, Sozial- und Klimaschutzpolitik). Zugleich war ich – auf Schöneiche bezogen – nicht vom SPD Bürgermeisterkandidaten überzeugt

Gründung der freien Wählergruppe „Schöneicher Liste“ im März 2019

Seit 2016 bin ich parteiloses Mitglied in unserer Gemeindevertretung. Da ich aber kein Einzelgänger bin und gerne mit anderen kommunalpolitisch Menschen etwas voranbringe, habe ich im März 2019 die neue freie Wählergruppe „Schöneicher Liste“ gegründet. Mehr über die Schöneicher Liste erfahren sie auf unserer Internetseite (demnächst online).

…meine kommunalpolitischen Schwerpunkte

In den letzten fünf Jahre habe mich auf verschiedene Themen spezialisiert. Darunter: Verkehr und Umwelt, Schulentwicklung, Wohnungsbau sowie nachhaltige Ortsentwicklung. Ich bin stellvertretender Vorsitzender des Umwelt- und Verkehrsausschusses und vertrete unsere Gemeinde im Beirat der Schöneicher-Rüdersdorfer-Straßenbahn. Hier setze ich mich für die Verbesserung des ÖPNV-Verkehrsangebotes ein. Mehr über meine kommunalpolitischen Ziele und Themen erfahren sie hier.

…und beruflich?

Nach meinem Studium ging alles recht schnell. 2013 bot sich die Möglichkeit als Quereinsteiger beim Land Berlin anzufangen. Als Nachwuchsführungskraft im Verwaltungsdienst, lernte ich die diversen Handlungsfelder der Berliner Verwaltung kennen. Dazu wurde ich in verschiedenen Behörden eingesetzt: In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, bei der Polizei Berlin, den Berliner Forsten, der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, der Senatsverwaltung für Finanzen und dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf.

Mittlerweile bin ich als leitender Verwaltungsbeamter in einem Berliner Bezirksamt tätig.

Neben Vergabe-, Haushalts- und Zuwendungsrecht, gehören die Bereiche Stadtentwicklung und Umwelt sowie der wichtige Bereich Personalmanagment und Personalgewinnung zu meinen Themen. Ich verfüge also über fundiertes Wissen im Bereich der öffentlichen Verwaltung, die ich auch in meiner kommunalpolitischen Arbeit gut anwenden kann.

…und sonst so?

Privat fahre ich viel Fahrrad und liebe die Arbeit im Garten. Familie (Partnerin und mein Sohn) haben für mich Priorität, allerdings bleibt immer noch Zeit, um sich ehrenamtlich als Gemeindevertreter für Schöneiche einzusetzen.